Rügen

(20. Juli 2015) Ingrid leiht sich nach dem Frühstück ein Fahrrad und wir beiden Alten radeln zunächst in den Südteil der Insel, zeitweise über schlecht befahrbare Sandwege. P1040679Wir passieren Felder, Heuräder und zwischen durch Wald bevor wir den Leuchtturm Gellen erreichen. Wir sehen sowohl auf die tobende Ostsee, als auch auf den friedlich hinter uns liegenden Schaproder Bodden. Das ist beeindruckend. Ich hätte nicht gedacht, dass die Windverhältnisse so extrem unterschiedlich sind. Dann radeln wir vorbei an Vitte nach Kloster, einem netten, aber überfüllten Örtchen, in dem sich unter anderem Gerhard Hauptmann niedergelassen hat. Sein Grab befindet sich unmittelbar hinter der evangelischen Inselkirche. Anstrengend ist die Fahrt hinauf zum Leuchturm Dornbusch, von dem wir dann aber einen wunderbaren Blick auf den Bodden haben. P1040688Nach Rückkehr geht Ingrid Einkaufen. Frisches Brot, Grillfleisch, Käse, Kuchen und mehr. Nach Rückkehr noch frisch machen, bevor wir uns von Hiddensee trennen. Wir segeln die Fahrrinne hart am Wind zurück. Wieder begegnen und einigen Fahrgastschiffe. Ein englischer Segler sitzt neben der Fahrrinne fest und bittet um Hilfe. P1040693Wegen der starken Windanfälligkeit unseres Schiffes, können wir nicht helfen. Der Segler kann sich aber kurze Zeit später selbst befreien. Gott sei Dank! Gegen 20:00 sind wir fest an der Hafenmauer Stralsund und in Wartestellung auf die Öffnung der Klappenbrücke Ziegelgraben. Wir beiden Alten machen einen kurzen, aber intensiven Rundgang durch Stralsund, während Clara das Abendessen zubereitet. IMG_20150720_210902Um 21:24 öffnet die Brücke und wir ankern bei einbrechender Dunkelheit am Südufer von Drive. Köttbullar und Kartoffeln. Kalinichta um 1:00. (12.5 sm unter Segel, 8 sm mit Motor)

(21. Juli 2015) Um 8:00 heben wir den Anker, der Wind hat sich gedreht und das Schiff schaukelt seit 7:00 in den sich aufbauenden Wellen. Wir brechen auf und segeln durch den Südteil des Stralsunds in den Greifswalder Bodden. Es regnet zwischenzeitlich. Als wir den idyllischen Hafen Seedorf erreichen, scheint die Sonne wieder. Nach dem Anleger schnappt Ingrid sich das Bordfahrrad und radelt hoch zur Moritzburg, einem Restaurant, um das Rad dann ca.300 Treppenstufen herunter zu schleppen. Kurz hinter Moritzdorf geht es mit dem Kahn weiter, der ein Fahrrad für 3 Euro übersetzt. Es geht weiter nach Babbe, einem Ostseebad mit Touristenmeile, und dann auf der Uferstrasse in Richtung Sellin. IMG_20150722_212610Es geht immer wieder hoch und runter, dann am Seliger See entlang wieder zurück in die Idylle in Seedorf. Abkühlung im kühlen Hafenwasser und mit der Außendusche. Luxus pur.

Abends werfe ich den Grill an: Gyrosspiesse, Würstchen, Hähnchenbrust und Nackenkotelett, dazu Kartoffeln, Creme fraiche, und Frischgemüse. Wir genießen die Idylle!!! Nachdem Alles verräumt ist, spielen wir Heck Meck und lachen, bis der Arzt kommt. Schön, einmal wieder einfach zusammen zu sein. (23 sm unter Segel, 2 sm mit Motor)

(22. Juli 2015) 9:00 Frühstück. Wir wollen eigentlich nach Swinouscie (Polen). Die Sonne scheint, die Fahnen hängen. Null Wind. Wir beschließen, noch eine Nacht in der Idylle zu bleiben. Ingrid sattelt das Rad und radelt nach Granitz, wo sie die Kühle der evangelischen Andreaskirche genießIMG_20150722_212615t. Dann geht es bergan, bergan und noch weiter bergan, bis sie endlich das Jagdschloss von Granitz erreicht. Der versprochene, herrliche Ausblick bleibt ihr verwehrt, die hohen Laubbäume versperren die Sicht. Die Abfahrt nach Binz durch den Wald ist traumhaft. Ruhe, Kühle und immer führt der Weg bergab. Im Ostseebad Binz herrscht Luxus, wohin das Auge reicht. Auch vor dem Fall der Mauer wird es hier Hotel der gehobenen Klasse gegeben haben, denn viele Gebäude sind alt und gut saniert. Am Seeufer geht es entlang, kurz durch die Fußgängerzone und dann in den Bahnhof der restaurierten Dampfeisenbahn. Als ich ihr Pfeifen höre, suche ich zwischen Zäunen vergeblich den Weg zum Bahnhof. Die Bahn nimmt Fahrräder mit und fährt einmal in der Stunde Richtung Sellin. Glück gehabt. Ich löse ein Ticket für 4 Euro und dampfe durch die Wälder, diesmal ohne Muskelkraft. In Sellin ersteht Ingrid bei einen Obststand Kirschen, Erdbeeren und ein Stück Wassermelone. Nach einer Tasse Kaffee mache ich mich dann in Richtung Lauterbach auf den Weg, während die beiden Mädels schwimmend und lesend den Nachmittag geniesen. Abends gibt es Crêpes in jeder Variation, Heck Meck, Bier und Spaß.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.