Saisonstart 2013

Im Winter hatten wir als Krantermin Sa. den 23.März vereinbart. Aber dies war viel zu optimistisch, da der eisige März einen Strich durch die Planung macht. Wir werden mit Antifouling Streichen etc nicht fertig. Clara und ich arbeiten bei eisigen Temperaturen am Unterwasserschiff. Antifouling wird zwischen 12 und 15 Uhr gestrichen ….

Als Ersatztermin bekommen wir den 28.März angeboten.

IOANNA auf dem Weg vom Parkplatz zum Kran
IOANNA auf dem Weg vom Parkplatz zum Kran

Wir kranen am Gefrierpunkt ein. Die Batterie hat nicht mehr genug Power um den Motor zu starten, aber die Kranmannschaft hilft mit einem Powerpack aus. Auf dem weg zu unserer Box sehen wir ausgeprägte Eiskrusten an manchen Booten. Durch denOstwind entsteht Gischt, die auf den Booten gefriert.

Eiszapfen an den Heckleinen der Boote
Eiszapfen an den Heckleinen der Boote

In der Box abgekommen machen wir nur noch das Allernötigste, dann geht es auf den Heimweg.

Tag 6: Brouwershaven – Spieringsplaat (Veerse Meer)

Um 9 Uhr sind wir bei Elli, Dirk und Vivian zum Frühstück verabredet, von wo wir uns um 11 Uhr losreissen müssen. Noch tanken, dann geht es mit raumen Winden zurück zur Schleuse. Es geht nun in die Osterschelde – die meiste Zeit gegen Wind und Strom. Es ist ein ungemütlicher Tag – von Zeit zu Zeit kommt ein Regenschauer, der uns fast die Sicht nimmt. Der Wind nimmt weiter zu, als wir ins Veersemeer fahren. Wir mühen uns gegenan und legen an einer kleinen Insel mit Steg an. Kurz zuvor haben Clara und Ingrid das Huhn in den Backofen geschoben – das wir schon kurz nach dem Anlegen verspeisen.

Lekker!
Lekker!

(15 sm gesegelt, 25 sm unter Motor)

Tag 5: Numansdorp – Brouwershaven

Wir machen uns um 9 Uhr zum Segelmacher auf – das Segel ist repariert. Nachdem wir das Segel angeschlagen und das Schiff aufklariert haben verlassen wir den gemütlichen Dorfhafen. Es hat uns hier sehr gut gefallen. Unser Ziel ist heute das Grevelinger Meer, wo Elli und ihr Mann Dirk in Brouwershaven ihren Wohnwagen stehen haben.

Wir segeln mal wieder! Es geht gut. dscn2378

Spät laufen wir ein – machen direkt neben der Tankstelle fest. Nach einem Spaziergang durch den ort macht sich Ingrid auf die Suche nach Elli und findet sie auch bald! Nach Fisch mit Horentsu klingt der Abend bei zwei Flaschen Wein mit den Beiden gemütlich an Deck aus.

Tag 4: Overlighaven de Wacht – Numansdorp

Früh geht es weiter – wir wollen möglichst schnell zum Segelmacher. Wir fahren die letzten Kilometer die Dordste hinab ins Hollandsdiep. Es geht weiter bis zur Einfahrt nach Numansdorp, in den wir vorsichtig einfahren. Der Dorfhafen ist fast leer – wir gehen längsseits – fragen nach dem Segelmacher, der glücklicherweise direkt am Hafen wohnt.

Gemeindehafen Numansdorp
Gemeindehafen Numansdorp

Der Nachmittag ist mit kleineren Reparaturen und Einkaufen angefüllt. Fike freundet sich mit Elina  – einer kleinen Holländerin – an, die bei ihren Grosseltern am Hafen wohnt. Am Abend gibt es unser Lieblingsgericht: schwedische Hackfleischbällchen …

(41 km unter Motor)

Tag 3: Braassemermeer – Overlighaven de Wacht

Es geht die Kanäle weiter – über Alphen erreichen wir Gouda. An den Seiten des Kanals stehen ‘Häuser’ mit entsprechenden ‘Booten’ davor. Hier müssen die Wohlhabenden von Amsterdam wohnen! An der Eisenbahnbrücke vor Gouda heist es wieder warten – es geht weiter bis zur Schutzschleuse bei Capelle – und wieder warten. Clara Sophie schwimmt zum Nachbarboot rüber während wir vor der Brücke warte. Sie bringt in ihren Haaren einen Zettel mit den Daten von einem Segelmacher auf dem Weiterweg. Später freundet sie sich mit einem holländischen Einhandsegler an, der mit seiner Varianta zu einer Bootsausstellung fährt. Das aufziehende Gewitter mit Hagel überdauern wir gemeinsam bei Kaffee und Schokolade.

CSO vertreibt sich die Wartezeit vor der Brücke mit einem Bad
CSO vertreibt sich die Wartezeit vor der Brücke mit einem Bad

Weiter geht es an Dordrecht vorbei (wir schaffen in allerletzter Minute die Eisenbahnbrücke) bis wir uns kurz vor Einbruch der Dämmerung zwischen dicken Pötten in den Schutzhafen quetschen.

(84 km unter Motor)

Tag 2: Amsterdam – Braassemermeer

Früh brechen wir auf, fahren durch den Nordseekanal bis Buitenhuisen, von dort in den Zijkkanal ein, müssen an der Autobahnbrücke 1,5 Std. warten. Weiter geht es durch die Schleuse nach Haarlem. Wir versuchen in einer Yachtwerft Informationen zu einem Segelmacher zu erhalten – ohne Erfolg. Wir fahren weiter durch die Kanäle – bei Buitenkoog warten wir an der Autobahnbrücke 0,5 Std – und erreichen kurz vor 20 Uhr den WV Braassemermeer. Ein Stegnachbar gibt uns einen Tip zu einem Segelmacher. Wir machen noch einen schönen Abendspaziergang durch das nahegelegene Dorf – dann heisst es Kalinichta.

Haarlem
Haarlem

(57 km unter Motor)

Tag 1: Lelystad – Amsterdam

Gestern waren Wind und Regen sehr heftig – wir beschlossen im Hafen letzte Besorgung durchzuführen und das Wetter abzuwarten. Unsere Stegnachbarn erklären uns für verrückt mit einem Kind in den Ärmelkanal zu fahren.

Am nächsten Tag ist Kreuzen angesagt: nach der Passage der Houtrib-Schleuse kommt der Wind direkt aus Richtung Amsterdam – wo wir heute hinwollen. Kurz vor Amsterdam reisst bei einer Wende das Achterliek der Genua. Wir bergen das Segel sofort und fahren unter Motor weiter – Brücke und Oranje-Schleuse klappen perfekt. Wir sind das letzte Schiff, dass noch in den Sixhaven reinkommt. Ingrid verwöhnt uns mit einem leckeren Abendessen.

sixhavn

(27 sm unter Segel, 12 sm unter Motor)

Die letzen Vorbereitungen

Als Törnhighlight der Saison 2009 wollen wir für vier Wochen Richtung England segeln und uns dabei insbesondere London ansehen. Wir waren zuvor noch nie im Ärmelkanal unterwegs gewesen – deshalb wird es sicher zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Trotzdem wollen wir das Ganze als Urlaubstörn angehen. Nachdem die letzten Vorbereitungen zu Hause getroffen sind, fahren wir mit bis zum Rand voll gepackten Auto nach Lelystad. Leider ist unsere Mitseglerein Clara nicht dabei, die uns in den letzten Jahren begleitet hatte.